Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ein Dirndl in drei Tagen - Tag 2

Gleich nach Feierabend ging es auf die Jagd nach den noch fehlenden Sachen. Es fehlte: Stoff für Unterrock, Spitzenborte, Trachtenhaken, Reißverschluss. Und dann stand noch die Überlegung aus, ob ich bei dem graublauen Rosenstoff bleibe.

Den Stoff für den Unterrock zu finden, war die einfachste Übung. Ich entschied mich für einen Batist in dunkelgrau. Zeitgleich fiel für mich die Entscheidung, es mit dem Rosenstoff zu versuchen. Er ist einfach zu schön und wenn ich ihn nicht dafür nehme, wofür dann?

Gerne hätte ich, passend zu dem Unterrockstoff, eine dunkelgraue Spitze gehabt, die gab es aber leider nicht, so nahm ich eine schwarze und wollte für mich bis zum Schluss offen lassen, ob ich überhaupt eine Spitze will oder sie nicht einfach weg lasse.

Auch der Reißverschluss war nicht das Thema. Schwieriger wurde es bei den Knöpfen. Trachtenhaken im Rheinland? Fehlanzeige! Aber dann hatte ich Glück, im Restbasar in Simmerath gab es einen Abverkauf von Trachtenknöpfen. Achtzig Cent das Stück! Ich kaufte gleich den ganzen Restbestand auf. Wer weiß, vielleicht macht mir Dirndlnähen soviel Laune, dass noch ein Zweites rausspringt.

 
Die Trachtenknöpfe.


Zu Hause angekommen, fing ich gleich mit dem Ausschneiden der Teile an und nähte die ersten Teile zusammen. Gleichzeitig drehte der Unterrockstoff in der Waschmaschine so seine Runden und wanderte anschließend in den Trockner.


Schnittteile in die richtige Reihenfolge gelegt.
  
Markiertes Teil vor Ausschnitt.

Materialien für Zuschnitt.

Die Zuschnitte und die ersten Nähte.

Für den Zuschnitt der Teile brauchte ich genau 2 Jeans. Allerdings vereinfachte ich den Schnitt für mich, denn die Ärmel passten nicht auf eine Jeans. Dafür hätte ich Jeansstoff vom laufenden Meter gebraucht, der hätte dann aber von der Farbe nicht zu den abgenutzten Jeans gepasst. Da der Schnitt (Modell 125 aus Burda Moden 1/1998) aber auch gleichzeitig die Vorlage für eine Trachtenweste war (Modell 126 aus Burda Moden 1/1998), dachte ich, dass ich die Schnitte einfach kombiniere, indem ich als Kleidoberteil die Weste nehme, also einfach die Ärmel weglasse und stattdessen die Ärmel und den Ausschnitt mit Schrägband versetze. Zum Glück hatte ich noch passendes Schrägband im Haus.

Ebenfalls weggelassen habe ich bei dem Schnitt die Taschen und die untere Jeansborte. Die Taschen, weil ich finde, dass zu dem von mir gewählten Stoff einfach keine Taschen passen und die Borte, weil es hier auch ein Stoffproblem gibt. Auch die Borten sind zu groß, um sie aus einer Jeans zu schneiden. Das würde nur mit Stückeln gehen, würde aber m. E. dem Kleid den Schick nehmen.

Die nächsten Arbeitsschritte sind:
  • Die weiteren Teile des Bustiers zusammennähen. 
  • Den Rock ausschneiden und zusammennähen.
  • Den Rock an das Bustier nähen.
  • Den Reißverschluss einnhähen (davor graut mir).
  • Unterrockstoff bügeln und Unterrock zuschneiden, dazu müssen die Teile auf dem Stoff vermessen werden, da es dafür kein Schnittmuster gibt. 
  • Unterrock nähen.
  • Evtl. die Spitze an den Unterrock nähen.

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