Sonntag, 10. Januar 2016

Kleine Schritte 2016 Woche #1

Die "kleinen Schritte" sollen mich durch das Jahr 2016 begleiten. Es soll eine Art Tagebuch in Kurzform werden, über all das, was ich soooo gerne mache oder was manchmal auch einfach gemacht werden muss.

Passend zur ersten Kalenderwoche fange ich heute mit der Aufzählung an, was ich in der ersten Kalenderwoche in 2016 alles Tolles gemacht habe:

  • Am blauen Schal weitergestrickt und als ich einen Fehler entdeckte, ganz tapfer die 10 cm aufgerippelt und noch einmal neu gestrickt.
  • Ein ganzes Buch gelesen ("Altes Land" von Dörte Hansen; war wirklich toll!).
  • Nähkiste ausgeräumt und ausgewischt (kommt auf den Flohmarkt).
  • Nähregal ein bisschen umgeräumt und dabei Nähregal umgesteckt, damit jetzt Platz für meine Knopfgläser ist.
  • Den Weihnachtsbaum abgeschmückt und zerlegt (war nicht toll, eher melancholisch).
  • Die Rosen abgedeckt.
  • Gemälde von meinem Bruder aufgehängt (ich glaube, die wahre Kunst war das Aufhängen; gar nicht so einfach, vier Bilder so zu hängen, das die Übergänge akurat passen).
  • Meine Berlin-Stoffe gewaschen und gebügelt (und dabei die ganze Zeit überlegt, was ich mit ihnen zaubern kann.
  • Den Zopfstreifen meiner zukünftigen Mütze fertig gestrickt (mein allererster Zopf).
  • Den Igel zerlegt.

Der zerlegte Igel.

Der abgenommene Weihnachtsschmuck.

Zopf für Mütze


Die Kunst der kleinen Schritte

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,
sondern um die Kraft für den Alltag.
Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte. 


Mach mich sicher in der rechten Zeiteinteilung.
Schenk’ mir das Fingerspitzengefühl, um herauszufinden,
was erstrangig und was zweitrangig ist.


Schenk’ mir die nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge
eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind,
durch die wir wachsen und reifen. 


Erinn’re mich daran,
dass das Herz oft gegen den Verstand streikt. 


Schick’ mir im rechten Augenblick jemanden,
der den Mut hat, die Wahrheit in Liebe zu sagen. 


Du weißt, wie sehr wir der Freundschaft bedürfen.
Gib dass ich diesem schönsten, schwierigsten, riskantesten
und zartesten Geschenk des Lebens gewachsen bin. 


Verleihe mir die nötige Phantasie,
im rechten Augenblick ein Päckchen Güte
mit oder ohne Worte an der richtigen Stelle abzugeben.


Bewahre mich vor der Angst,
ich könnte das Leben versäumen.


Gib mir nicht, was ich mir wünsche,
sondern das, was ich brauche.


Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte

nach Antoine de Saint-Exupéry

Achtsamkeit

Achte gut auf diesen Tag,
denn er ist das Leben –
das Leben allen Lebens.
In seinem kurzen Ablauf liegt alle seine
Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins,
die Wonne des Wachsens,
die Größe der Tat,
die Herrlichkeit der Kraft.
Denn das Gestern ist nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch, recht gelebt,
macht jedes Gestern
zu einem Traum voller Glück
und jedes Morgen
zu einer Vision voller Hoffnung.

Darum achte gut auf diesen Tag.

Dschalal ad-Din Muhammad Rumi



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