Über mich

Hi, ich bin Tina und wohne nicht unweit von Aachen*. Ich stricke und häkle seit kurzem (2015) und bin überrascht, wie gut das klappt, hielt ich mich doch fast 40 Jahre lang für völlig untalentiert. Meine Nähgeschichte begann bereits in meiner Kindheit bzw. Jugend.

Ich bin leidenschaftliche Schreiberin (schreiben kann ich schon, seitdem ich sechs bin ;)) und Handwerkerin, nicht in echt, nur hobbymäßig. Ich komme aus einer Handwerkerfamilie und habe längere Zeit in einer Tischlerwerkstatt ausgeholfen.

Außerdem bin ich Trödlerin (durchaus doppeldeutig zu verstehen), liebe das Reisen, schwarzen Humor, Satire, Kabarett, Theater und bin eine Leseratte.

Beruflich kümmere ich mich um Zahlen. Handarbeiten ist für mich ein Ausgleich zu meinem theorielastigen Berufsalltag in einer unkreativen Welt im Einheitsbusinessdress.

Mit selbstgenähter Tasche vor dem Casa Rosada in Buenos Aires
Viel Spaß beim Stöbern auf meinem Blog

wünscht Euch Eure






* Die westlichste Stadt Deutschlands, direkt an der Grenze zu den Niederlanden und Belgien.


Meine Nähgeschichte inkl. meines Maschinenparks


Meine ersten Näherfahrungen machte ich als Kind neben meiner Omi. Sie saß auf einem großen Stuhl vor ihrer Nähmaschine (einer Pfaff Automatic 362) und ich auf einem kleinen Höckerchen daneben. Mich faszinierte besonders das schnelle Nähen mit der Nähmaschine. Aber da ließ mich meine Omi nicht ran, sondern führte mich an das Heften und mit der Hand nähen heran. Es sollte ein Puppenkleidchen werden, das meine Oma bereits ausgeschnitten hatte. Ich sollte es mit der Hand zusammennähen.

Wenn ich heute etwas mit der Hand nähe, muss ich immer wieder an diese Szene zurück denken und schmunzeln. Dabei sagte mir meine Oma ständig: "Langes Fädchen, faules Mädchen!" Auch wenn ich damals das Kleidchen nicht fertig machte und keine Lust mehr auf Nähen hatte, so glaube ich, dass ich alleine durch das ständige Beobachten meiner Oma sehr viel mitgenommen hatte.


In meiner Jugend verwendete ich diese Kenntnisse hauptsächlich für das Verwandeln von Schlagjeans in Röhrenjeans und für das Gestalten von Hosen mittels Flicken und Schnüren. Diese Hosen waren in meiner Schule legendär.

Als ich ca. 19 Jahre alt war, überredete mich eine Freundin zu einem Nähkurs. Da lernte ich endlich die Grundlagen der Nutzung einer Nähmaschine kennen (Einfädeln, Stichauswahl, Oberfaden, Unterfaden etc.). Am Ende hatte ich einen Rock aus Nessel der aus zwei Rechtecken bestand, die an den Seiten geschlossen und oben mit einem Tunnel für einen Gummizug versehen war. Um mich für das Hobby weiter zu begeistern, lieh mir meine Mutter ihre Husqvarna 4121.

Ich entwickelte Haarbänder und verschenkte sie massenweise. Außerdem nähte ich eine Samt-Leggings und zwei Hosen, die nach dem ähnlichen Prinzip des Rockes genäht waren: 2 Rechtecke, allerdings in der Mitte ein Keil ausgeschnitten, 4 Nähte und oben Gummizug rein.

Einen Versuch einen Blazer zu nähen, gab ich recht schnell wieder auf. Aus dünner Baumwolle ohne Einlagen (es stand zwar in der Beschreibung, aber ich konnte mit dem Begriff nichts anfangen und ließ sie weg) wird einfach kein Blazer.

Außerdem nähte ich ein hautenges, schwarzes Pannesamtkleid, das mir unglaublich gut stand, es aber nicht aus der Haustür schaffte, da es komplett aufriss, als ich anfing mich darin zu bewegen. Ich wusste damals nicht, dass man Stretchstoff nicht mit normaler Nadel im engen Geradestich näht. Mit dieser Herangehensweise hatte ich den Stoff perforiert. Danach wurde es eine Weile still ums Nähen.

Zwei Jahre später erlaubte mir mein Vater an der Nähmaschine seiner Mutter zu nähen, einer Pfaff 60 mit Pedalantrieb aus den Fünfzigern.


Darauf nähte ich eine Shorts und eine Weste (leider hatte ich von der Shorts keine Bilder gemacht, aber die Weste existiert noch und mein Bruder hat mir dankenswerter Weise das Bild zur Verfügung gestellt). Beides gelang mir ganz gut aber danach fehlte mir die Zeit, weiter zu machen.



Kurz darauf ging die Husqvarna 4121 meiner Mutter komplett in meinen Besitz über, auf ihr nähte ich alle weiteren Projekte.



Irgendwann bekam meine Freundin ein Baby. Für ihren Sohn entwarf ich einen Teddyschnitt und nähte ihm ein babyfreundliches Exemplar aus Frottee. Der Sohn liebte das Tier. Ab da nähte ich immer, wenn im Freundes- oder Bekanntenkreis ein Kind erwartete wurde, einen dieser Teddys. Aber weiter machte ich nichts (außer einem Sommerkleid, dass wie ein Nachthemd aussah, das ich deshalb nie trug). 


Einer dieser Teddys wurde nicht an ein Baby verschenkt, da dieses Kind zu viele Geschenke erhielt und ich merkte, dass ich mit dem Teddy keine Freude machen konnte. Halbfertig lag er bei mir rum, bis mein Bruder für ihn sprach und ihn bitterlich weinen ließ. Ich erbarmte mich und stellte meinen letzten Teddy dieser Serie 2010 fertig und schenkte ihn meinem Bruder zu Weihnachten. Seither bereist er die Welt und schickt mir immer Fotos :)

(Edit: 2017 lag eine Freundin für den Teddy unter dem Tannenbaum.) 






Mit der Fertigstellung des Teddys fing ich an, weitere kleinere Sachen zu nähen.


2012 bekam ich von meinem Mann zu einem besonderen Anlass eine Overlock-Maschine geschenkt (Singer 14SH654) und hatte Arbeit mich in die Welt der Overlock einzufinden. Eigentlich wollte ich mehr Jersey verarbeiten. Das war schon lange mein Traum. Dies dauerte noch eine Weile, aber insgesamt wurden meine Projekte jetzt größer.


Seit 2014 besuche ich regelmäßig Nähkurse, um mein Wissen permanent zu erweitern. Im Nähunterricht nähe ich am Liebsten auf "meiner" Elna Q6600.




November 2015 hatte die Husqvarna einen irreparablen Schaden, so dass ich mich für eine neue Nähmaschine entschied. Am 25. Mai 2016 zog die Gritzner 1037 bei mir ein.